Trauriger Fund beim Coastal Cleanup

Am Samstag, 16. September fand im Rahmen des weltweiten Coastal Cleanup Day auch in Kühlungsborn – wie an vielen anderen Strandabschnitten der Ostseeküste – wieder eine Küstenreinigungsaktion statt. Auf Initiative der Grünen Kühlungsborn starteten die Freiwilligen Müllsammler am Ortsausgang Richtung Riedensee. Leider beteiligten sich in diesem Jahr, trotz Bewerbung der Aktion über mehrere Radiosender, weniger Einwohner als in den Vorjahren. Die gute Nachricht: Es wurde aber bedeutend weniger Müll vom Strand und aus den Dünen „gefischt“. Grund dafür könnte, so Gerd Susemihl, der schlechte Sommer mit vielen Regentagen sein, der viel weniger Strandbesucher an die entlegenen Strandabschnitte gezogen hat. Susemihl war einer von drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt, die sich an der Sammelaktion beteiligten. Von den Grünen Kühlungsborn nahmen Stadtvertreter Uwe Wiek, Monika Rötz und Thomas Oberwalder an der Aktion teil. Vom Landesverband der Grünen gesellte sich die Bundestags-Direktkandidatin Claudia Schulz zu den Strandgängern. Auch sie zeigte sich von der grünen Ecke Kühlungsborns rund um den Riedensee begeistert.
Aber nicht nur Einheimische machten sich auf den Weg, um ein Zeichen für das Meer und die Strände zu setzen. Urlauber aus Bayern hatten sich durch den Radioaufruf spontan an den Strand begeben und fleissig mitgesammelt. Wie in den Jahren zuvor war der Bauhof der Stadt Kühlungsborn zur Stelle und sorgte für den Abtransport der gesammelten Gegenstände. Darunter waren etliche Flaschen, Plastikverpackungen, Angelschnüre, PVC-Kanister, Metallbesteck, hunderte von achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen, Taschen, Spielzeug und vieles mehr. Trauriger Fund bei der Strandaktion war unter anderem ein toter, gestrandeter, junger Schweinswal.
Die Funde wurden schriftlich erfasst und die Daten gehen per Post zum Ocean Conservancy nach Washington, wo sie in die weltweiten Untersuchungsergebnisse einfliessen.
„Schon jetzt rufen wir dazu auf, sich auch im nächsten Jahr an der Sammelaktion zu beteiligen, die nicht nur für einen sauberen Strand sorgt, sondern vor allem auf die Problematik der stark verschmutzten Meere aufmerksam machen soll. Außerdem ist es eine tolle Gelegenheit mit Bürgern und Politikern ins Gespräch zu kommen“, so Thomas Oberwalder von den Grünen. „Noch besser wäre es natürlich, wenn alle Strandbesucher achtsamer mit der Natur umgehen und ihr Mitgebrachtes einfach wieder mit nach Hause nehmen würden.“

Vor dem Start der Sammelaktion: (von links) Peter Menzel, Uwe Wiek, Claudia Schulz, Monika Rötz, Kurgast, Stephan Krauleidis, Thomas Oberwalder, Gerd Susemihl.

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