Strandreinigung mit traurigen Funden

Am Samstag, 18. September 2021 fanden sich wieder um die 30 UmweltaktivistInnen zum Coastal Cleanup Day in Kühlungsborn ein.
Bereits zum siebten Mal riefen DIE GRÜNEN Kühlungsborn in Kooperation mit dem NABU Mittleres Mecklenburg zu der Strandreinigungsaktion auf. Mit dem Event, der jedes Jahr im September mehr als 100.000 UmweltschützerInnen rund um den Planeten an die Strände, Seen und Flußufer zieht, wird auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam gemacht.
Mit dabei waren auch wieder Terry Wynne und Friedemann Arndt vom Ortsvorstand der GRÜNEN Kühlungsborn sowie Joachim Springer vom NABU.
Beseitigt wurde insgesamt – erfreulicherweise – weniger Müll als im Vorjahr. Besorgniserregend, dass die Anzahl der am Strand zurückgelassenen Zigarettenreste stark zugenommen hat.
Traurige Funde waren auch zwei tote Schweinswale. Einer davon soll nun im Meereskundemuseum Stralsund von Fachleuten untersucht werden.
Gefunden wurden ausserdem wieder viele Kunststoff-Verpackungen. Kunststoff zerfällt teils nur in mehreren Hundert Jahren und bildet auch dann noch als Mikroplastik eine Gefahr für Fische und Menschen. Am Rieden wurden – wie auch schon letztes Jahr – wieder erhebliche Mengen an metallischen Altlasten aus der NVA-Zeit freigelegt: Rohre, Kabel, Einrichtungsgegenstände und Fahrzeugteile. Zu den größeren Fundstücken am Strand Richtung Riedensee zählten ein Zelt, eine Angelrute, zahlreiche Glas- und Plastikflaschen, Scherben und rostige Metalle.
Schade, dass das Interesse der Amts- und Mandatsträger der Stadt und des Landkreises, sich an dieser Umweltschutzaktion zu beteiligen, wiederum extrem gering war.
Unser Dank gilt einmal mehr den MitarbeiterInnen des Bauhof Kühlungsborn, die sich wieder um den Abtransport und die fachgerechte Entsorgung der Fundstücke kümmerten.

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