Rekordteilnehmerzahl beim Coastal Cleanup Day in Kühlungsborn

Am Samstag, 19. September 2020 fanden sich 30 Umweltaktivisten zum Coastal Cleanup Day in Kühlungsborn ein, darunter erfreulicherweise zahlreiche junge Menschen und einige Urlauber. „Wir nutzen die Weiten des Naturstrandes häufig – und leisten gerne unseren Beitrag, dass es dort sauber bleibt“, sagte einer von ihnen.
Weitere 10 Teilnehmer starteten zeitglich vom Parkplatz Kägsdorf Richtung Riedensee.
Bereits zum sechsten mal riefen DIE GRÜNEN Kühlungsborn und Bastorf in Kooperation mit dem NABU Mittleres Mecklenburg zu der Strandreinigungsaktion auf. Mit dem Event, der jedes Jahr im September mehr als 100.000 Umweltschützer rund um den Planeten an die Strände, Seen und Flußufer zieht, wird auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam gemacht.
„Wir haben in diesem Jahr bedeutend weniger Müll gefunden als in den Vorjahren“, freuten sich Terry Wynne und Friedemann Arndt vom Ortsvorstand der GRÜNEN Kühlungsborn. „Leider steigt weltweit die Verschmutzung der Meere in rasantem Tempo weiter.“
Plastikmüll stellt eines der größten Probleme dar. Kunststoff zerfällt teils nur in mehreren Hundert Jahren und bildet auch dann noch als Mikroplastik eine Gefahr für Fische und Menschen. Durch Erosion und die zuletzt heftigen Winter-Sturmfluten wurden am Rieden erhebliche Mengen an metallischen Altlasten aus der NVA-Zeit freigelegt: Rohre, Kabel, Einrichtungsgegenstände und Fahrzeugteile. Zu den Fundstücken am Strand Richtung Riedensee zählten Zigarettenstummel, Badematten, Windfang-Folien, Kleidungsstücke, Gummireifen, Plastikverpackungen, zahlreiche Glas- und Plastikflaschen, Scherben und rostige Metalle.
Trotz Erwähnung im offiziellen örtlichen Veranstaltungskalender und großartiger Unterstützung der Lokalpresse (Vielen Dank, Frau Levien) war das Interesse der Amts- und Mandatsträger der Stadt und des Landkreises an dieser Umweltschutzaktion extrem gering. Einzig Stadtvertreter Gerd Susemihl und der Vorstand der GRÜNEN Kühlungsborn waren mit am Start.
Umso erfreulicher, dass sich die Mitarbeiter*innen des Bauhofs Kühlungsborn wieder um den Abtransport und die fachgerechte Entsorgung der Fundstücke kümmerten.

Ein Teil der Fundstücke an einem der Sammelpunkte.

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