Protest gegen geplanten Supermarkt

Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche. Die Anfragen von besorgten Bürgern an unsere Ortsgruppe häufen sich. Das Rathaus hält sich bedeckt. Eine Anfrage der Grünen Kühlungsborn an die städtische Verwaltung zur Planungslage vom 26. Januar wurde bis heute (10. März 2017) nicht beantwortet.
Auskunftsfreudiger waren der Landkreis und das Forstamt. So müssen wir leider bestätigen; ja, es gibt Überlegungen, in Kühlungsborn-West pure Natur gegen einen Supermarktneubau „einzutauschen“. Für uns ein absolutes No-Go, dass eines der letzten innerörtlichen kleinen Waldstücke außerhalb des Stadtwalds, an einem angrenzenden Biotop fallen soll. Ein naturnah verlaufender Bach könnte zukünftig in einer Tunnelröhre verschwinden.
Wir bitten Stadt und Unternehmer ausdrücklich darum, das Projekt zu überdenken. Es wird sich sicherlich ein anderes Fleckchen für eine Supermarkt-Vergrößerung finden. Alternative Vorschläge von uns wären eine Tiefgarage unter der jetztigen Fläche oder eine zweistöckige Variante auf dem alten Standort.
Proteste gegen einen Neubau in grüner Natur werden wir auf jeden Fall tatkräftig unterstützen und medienwirksam und kreativ begleiten.
Stadtvertreter und städtische Verwaltung müssen endlich begreifen, dass der Ort mit jedem neuen Baugebiet und mit jedem gefällten Baum an Attraktivität für Einwohner und auch für Touristen verliert. Im Sinne dieser Zielgruppen wünschen wir uns keine Betonwüste, sondern eine Einbeziehung und Achtung der Natur als hohes Gut für unser Lebensumfeld. Schon jetzt klagen immer mehr Urlauber über das Stadtbild des einst attraktiven Ostseebades.

Verwandte Artikel