Info-Abend zum Edeka Neubau lockte zahlreich Bürger an

Am 4. April luden die Kühlungsborner Grünen und SPD zu einem Info-Abend ins Hotel Polar-Stern, Ostseeallee und mehr als 40 Gäste ließen sich informieren, welche Gründe gegen den geplanten Neubau des Edeka-Marktes in der Reriker Straße bzw. den Aufstellungsbeschluss zum B-Plan Nr. 50 sprechen.
Anschließend wurde noch weit über eine Stunde sehr intensiv mit einander diskutiert.
Auch wenn leider keine der eingeladenen Mitglieder der Stadtverwaltung oder erklärte Befürworter des Projektes von anderen Fraktionen anwesend waren, ergab die Diskussion doch einige neue Erkenntnisse: Es war weitgehender Konsens an diesem Abend, dass ein Bauvorhaben in dem bisher gültigen VE-Plan Nr. 9 mit seinen Festlegungen zum dauerhaften Schutz der Natur, Bäume, Wiesen und Bäche, der selbst schon eine Ausgleichsmasßnahme für das Baugebiet Kägsdorfer Landweg ist, nicht zu befürworten sei.
Zudem wurden die erheblichen Risiken für den Kühlungsborner Einzelhandel diskutiert. Hierbei wurde dem Publikum auch mitgeteilt, dass eine offizielle Auskunft des damals zuständigen Beratungsunternehmens vorliegt, die bestätigt, dass dieses derzeitige Projekt nicht mit dem beschlossenen Einzelhandelskonzept konform ist.
Daher wurde bekräftigt, dass der vorliegende Beschluss in der Form politisch abzulehnen ist. Stattdessen sollte man in der Stadt, den Ausschüssen und sonstigen Gremien an einem alternativen Plan zur maßvollen Modernisierung und Erweiterung am bestehenden Standort beraten und eine Kompromiss finden, der die Belange der Umwelt, Anwohner, Einzelhändler, Kunden sowie des Betreibers sinnvoll ausgleicht.
Gleichzeitig wurde die Hoffnung geäußert, dass man doch noch auch direkt mit den anderen Fraktionen und der Verwaltung in ein konstruktives Gespräch kommt, denn nur gemeinsame Gespräche und offener, ehrlicher Gedankenaustausch helfen bei der Lösung derartiger Themen auf demokratischem Weg.
Die Kühlungsborner Grünen und SPD ermutigen weiterhin alle interessierten Bürger sich hierbei einzumischen und alle Kühlungsborner Politiker und die Verwaltung, „unsere Gesprächsangebote zu nutzen“.

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