Gehölzschutzsatzung leider abgelehnt

Der Antrag der Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Grünen zum Schutz der Bäume und sonstiger Gehölzer in Kühlungsborn (Gehölzschutzsatzung) wurde auf der letzten Stadtvertreterversammlung mit 4 zu 10 Stimmen abgelehnt.
Wir bedauern dies sehr, ist doch somit eine Chance vertan worden, das allseits bedrohte Grün in unserer Stadt einem besseren Schutz zu unterstellen.
Zwar sind wichtige Bäume in den jeweiligen B-Plänen als geschützt ausgewiesen, doch zeigt sich immer wieder, dass spätere Wünsche für Bauplätze hier oft ein Grund sind, auch diese Bäume zu fällen. Zudem wären weitere Pflanzen geschützt worden und der Stadtverwaltung eine bessere Handhabe zur Durchsetzung der Interessen des Umweltschutzes in die Hand gegeben worden.
Leider zeigt sich hier erneut, dass Kühlungsborn nicht umweltfreundlich und fortschrittlich denkt. Andere Städte und Ostseebäder gehen mit besserem Beispiel voraus. Auch eine bessere Abstimmung mit den Landkreis konnte die Gegner der Umweltschutzes nicht überzeugen. Immer noch werden kurzfristige Eigeninteressen und das Streben nach Profit über den nachhaltigen Schutz der Umwelt und eines schönen Erscheinungsbildes unsrer Stadt gestellt. Nachhaltigkeit, Erhalt der Natur für unsere Kinder und Enkel sowie eine Zurückhaltung und Entschleunigung der Entwicklung finden derzeit keinen Rückhalt in der Stadtvertretung.
Somit bleibt noch viel Arbeit und Engagement. Die Bezeichnung „Grüne Stadt am Meer“ verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit; das finden auch immer mehr Besucher und Urlauber unseres Ostseebades.

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