Einspruchsfrist für EDEKA-Bau noch bis 2.2.2018

Über die Bürgerbeteiligung können Naturschützer und Bürger, die gegen den EDEKA-Neubau in der Reriker Straße in geplanter Form sind, noch bis 2. Februar ihren Einspruch zum Ausdruck bringen.
Die Planungen sehen nun vor, massiv in das Feuchtbiotop-Gebiet hineinzubauen, um den Neubau errichten zu können, bei gleichzeitigem Weiterverkauf im alten Markt. Aus unserer Sicht wird hier klar der Kommerz vor die Natur gestellt.
Eine Lösung mittels Parkdeck wurde vom Stadtplaner nicht untersucht, weil die Kosten für die Investoren höher wären. Es wurde als nur die für den Betreiber und die Investoren günstigste Lösung geprüft, die massiv zu Lasten der Natur geht.

Grotesk, dass die Stadtvertreter mehrheitlich dem Neubau auf dem anvisierten Gelände zugestimmt haben, da die GRÜNEN schon im Laufe der Diskussion Alternativen aufgezeigt hatten. Eigentlich unglaublich, dass es sich eine Kleinstadt, die vom Tourismus lebt, erlauben kann, ein Biotop platt zu machen. Umso unverständlicher, weil es sich bei einer Teilfläche, die mit ins Boot genommen werden soll, um eine bereits getätigte Ausgleichsmaßnahme handelt. Das heisst, dass hier bereits als Ausgleich für Baumaßnahmen bepflanzte und begrünte Flächen abermals zubetoniert werden. Das führt das Prinzip der Ausgleichsmaßnahme ad absurdum. „Es gibt Tage, da schämt man sich in einem städtischen Ausschuss zu sitzen“, so Thomas Oberwalder, Sprecher der GRÜNEN Kühlungsborn.

Gegen den Neubau spricht auch das von der Stadt in Auftrag gegebene Einzelhandelskonzept. Eine Rückfrage der GRÜNEN bei der Stadtforschungsgruppe “ Junker + Kruse “ ergab, dass die geplante Erweiterung nicht dem Einzelhandelskonzept entspricht. Desweiteren verstösst der geplante Neubau gegen die Festlegungen aus dem Vorhaben- und Entwicklungsplan VE 9, in dem die Fläche als Ausgleich dauerhaft freizuhalten ist.

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